Wie Hühnersuppe für die Seele: Sport als Antidepressivum

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Wer kennt das nicht: draußen ist es kalt und grau. Der Sommer ist vorüber, die Natur bereitet sich auf den Winterschlaf vor und der Alltagstrott hat sich wieder einmal eingestellt. Vielen Menschen fehlt es besonders in der kalten Jahreszeit an Motivation und Antrieb. Es ist leicht ohne Sonnenschein, in Depression und Winterstarre zu verfallen. Dabei sollte man genau das Gegenteil tun. Hier meine Sammlung an Gründen, warum Sport gerade in der trüben Jahreszeit besonders wichtig ist. 🙂

Sport setzt Glückshormone frei

Antriebslosigkeit, fehlende Motivation, Appetitlosigkeit, Versagensängste – die Depression kennt viele Gesichter. Studien sagen, dass mehr als 600.000 Menschen alleine in Österreich von Depression betroffen sind. Eine schockierende Anzahl! In einer Studie wurde die Wirkung von Bewegung und sportlicher Betätigung bei psychischen Problemen untersucht. Dazu wurden 156 US-amerikanische depressive Patienten in 3 Testgruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe nahm ausschließlich Antidepressiva ein. Die zweite Gruppe absolvierte ein tägliches Ausdauertraining. Die dritte Gruppe wurde mit einer Kombination aus Sport und Medikamenten behandelt.
Das Resultat:
Die besten Ergebnisse wurden mit der Kombination aus Sport- und Medikamenten-Therapie erzielt. Überraschend war jedoch, dass das regelmäßige Ausdauertraining eine vergleichbar stimmungsaufhellende Wirkung, wie die alleinige Behandlung mit Antidepressiva hatte.

Diese Erkenntnis ist meiner Meinung nach nicht nur für Menschen mit Depressionen relevant, sondern für jeden einzelnen von uns wertvoll.
Ich kenne das von mir selbst: Ein Berglauf in der herrlichen Natur bringt das Kraftwerk „Körper“ wieder voll zum Laufen. Zusätzliche Medikamente sind für mich jedoch keinesfalls ein Thema.

Körperliche Aktivität kurbelt das Immunsystem an

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass disziplinierte Sportler weniger krank sind? Das liegt vor allem am Hormon Adrenalin, das beim Sport ausgeschüttet wird. Das Hormon bewegt Abwehrzellen dazu sich schneller zu bilden und aktiver zu sein. Das beschleunigt wiederum das Wachstum von natürlichen „Killerzellen“ (zur Krebsabwehr), T- und B-Lymphozyten und weißen Blutkörperchen. Fällt der Adrenalin Level nach im Blut nach dem Sport wieder ab, so verringert sich auch die Zahl der Abwehrzellen. Durch diese regelmäßige Stimulation beim Sport wird das Immunsystem gestärkt. Der Körper trainiert die Immunabwehr sozusagen „für den Ernstfall“. Wenn dann die gemeine Wintergrippe zuschlägt, kann sich der ausdauernde Sportler besser wehren und bleibt gesund.

Jedoch wie immer, liegt die Wahrheit in der goldenen Mitte. Wer es mit dem Sport übertreibt, fordert eine Erkältung oft nur so heraus. Wie bereits erwähnt fällt nach dem Training die Zahl der Immunzellen stark ab und es kommt zum so genannten Open-Window-Phänomen: Wer den Puls zu hoch treibt und den Körper überlastet riskiert, dass die Immunzellen nach der Belastung weniger sind, als vor dem Training. Da Krankheitserreger so nur unzureichend bekämpft werden können, kommt es bei zu hoher Anstrengung oft zu Erkältungen oder Infektionen. Wer also im Herbst und Winter gesund bleiben möchte, sollte vor allem an der Entwicklung der Grundausdauer arbeiten.

Ein angeregter Stoffwechsel hilft, den Körper warm zu halten

Vor allem Frauen haben im Winter oft mit kalten Füßen und schlechter Durchblutung zu kämpfen. Wem ständig kalt ist, der kann sich entweder warm anziehen oder den Körper von innen einheizen: durch die Ernährung oder durch Aktivität.

Es ist weitläufig bekannt, dass manche Lebensmittel kühlen, während andere wärmen. So empfehle ich im Sommer zum Beispiel Minze, natürliche Zitronenlimonade und Topfenspeisen. Im Winter hingegen, gehören Zimt, Chai-Tee und Porridge zu meinen Lieblingen. Besonders am Morgen empfiehlt sich ein warmes Frühstück, dass den Körper den Tag über von innen wärmt, anstatt ihm mit kalter Milch und Müsli Energie zu entziehen. Eines meiner Lieblingsrezepte für die kalte Jahreszeit ist warmer Protein-Power-Porridge mit Zimt und Banane, den ich am Morgen ganz einfach mit heißem Wasser zubereite.

Mit einem warmen, gesunden Frühstück als Basis fällt der Weg ins Fitnessstudio schon viel leichter und hält auch während einer herbstlichen Laufrunde warm. Und ist man erst einmal bei der Türe draußen kommt auch der Kreislauf sofort in Schwung und tut sein übriges. Sport bringt den Stoffwechsel auf Hochtouren, erhöht den Puls und bringt uns zum Schwitzen – auch wenn es draußen kalt ist. Noch Stunden nach der täglichen Trainingseinheit, ist einem warm – ein netter Nebeneffekt an kalten Herbsttagen.

Sport macht glücklich, hilft dem Immunsystem auf die Sprünge und hält uns in den Herbst- und Wintermonaten warm. Im Grunde also nur Vorteile! Worauf wartet ihr also noch?? Rein in die Laufschuhe und raus aus dem Haus. Frei nach dem Motto:

Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur schlechte Kleidung. 🙂

Wie sieht mein persönliches Sportprogramm aus?
Neben meiner Leidenschaft dem Kraftsport, liebe ich Berglaufeinheiten mit meinen Barfußschuhen in der Natur. Die frische Luft, die Berge…Balsam für die Seele. Ich liebe es! 😀

Alles Gute und bis bald,
Chris „The RoC“ 🙂

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